Im Jahre 1824 wurde erstmals über das Thema Feuerwehr in Rothenberg berichtet. Im nachstehenden Auszug aus dem „Gräflich Erbachischen Wochen-Blatt“ für den Landrats-Bezirk Erbach vom Dezember 1824 findet sich die erste urkundliche Erwähnung einer Feuerwehr-einrichtung in Rothenberg. Hierbei ging es um die Errichtung eines Spritzenhauses in Rothenberg.

 

Kopie aus dem Wochenblatt


Arbeitsversteigerung in Rothenberg

Freitag den 17ten Dezember Nachmittags 1 Uhr soll daher das neu zu erbauende Spritzenhaus mit Einrichtung eines Gefängnisses und Wachhauses öffentlich an die Wenigstnehmenden versteigert werden. Liebhaber hierzu: als Zimmermeister, Maurer, Glaser, Schreiner und Schlosser können sich daher besagten Tages in der Behausung des Unterzeichneten einfinden, der Bedingungen und des Zuschlages gewärtigen.

Rothenberg, den 2. Dezember 1824

Der Bürgermeister Beisel

 

Leider gibt es bis zum offiziellen Gründungsjahr 1934 der Freiwilligen Feuerwehr Rothenberg keine weiteren Aufzeichnungen mehr.

Nachfolgend eine Kopie des Gründungsprotokolls der FF Rothenberg vom 27. November 1934 aus dem Protokollbuch.

„Protokoll zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Rothenberg i/O.

 

Am 27. November 1934 wurde in Rothenberg auf Veranlassung des Kreisfeuerwehr-Inspektors Müller aus Erbach eine Freiwillige Feuerwehr gegründet.

Dank unseres großen Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler, durch den ein neuer Geist nicht nur in einzelnen Formationen und Körperschaften eingezogen ist, wurden auch die deutschen Feuerwehren von demselben echten, deutschen soldatischen Geiste erfüllt, und so meldeten sich sofort ca. 60 Mann mit dem Leitwort „Einer für alle, alle für einen“ zur Gründung der neuen Wehr.

Herr Kreisfeuerwehrführer Müller, sowie der Regierungsrat Dr. Helenreich, der als Vertreter des Kreisamtes zugegen war, sprachen der Wehr ihren Dank aus, für ihre Opferfreudigkeit und Mannesmut.

Unser Feuerwehrführer Müller ernannte hierauf den seitherigen Kommandanten der Pflichtfeuerwehr Wilhelm Rebscher zum Brandmeister und Führer der Wehr.

Nun wurde sofort mit der Anschaffung von Geräten und Ausrüstungsstücken begonnen. Da aber keinerlei Mittel der Wehr zur Verfügung standen, so musste man sich mit dem Einkleiden von nur 40 Mann begnügen, und endlich konnten die ersten Übungen begonnen werden.

 

Folgende Kameraden wurden in den Führerrat berufen:

 

Kamerad Wilh. Rebscher                    Brandmeister

Kamerad Wilh. Fink                            Stellvertreter

Kamerad Peter Sauer                         Zeugwart u. Truppführer der

Steigermannschaft

Kamerad Peter Berg                          Truppführer der Spritzenmannschaft

Kamerad Adam Heckmann                 Truppführer der

Hydrantenmannschaft

Kamerad Adam Ludebühl                   Schriftführer und Rechner der Wehr

Kamerad Georg Heckmann                als Kassier

Kamerad Otto Siefert                         als Signalist

 

Der Wehr gehörten weiter an:

 

Karl Weinthäter                                  Leonhard Heckmann

Wilhelm Hofmann                              Adam Siefert

Georg Volk                                       Wilhelm Hofmann

Heinrich Bartmann                             Georg Bartmann

Heinrich Rebscher                             Georg Siefert

Peter Daum                                       Leonhard Ihrig

Ludwig Beisel                                    Georg Ludebühl

Jakob Rebscher                                August Hering

Karl Völker                                        Wilhelm Heckmann

Adolf Hammer                                   Peter Schäffler

Peter Fink                                         Heinrich Mergenthaler

Leonhard Schwöbel                           Wilhem Heckmann

Ernst Beisel                                      Wilhelm Heckmann

Adam Heckmann                               Georg Hammer

Heinrich Siefert                                  Georg Schmidt

Jakob Götz

 

Außer dieser aktiven Mannschaft haben wir 81 passive Mitglieder.

 

Im ersten Arbeitsjahr wurden sofort die Kameraden Wilhelm Rebscher und Wilhelm Fink auf die Feuerwehr-Fachschule nach Mainz geschickt, die dieselbe mit neuen Kenntnissen und guten Eindrücken verließen, um alles Gelernte in die Tat zum Wohle der Wehr umzusetzen.

So wurden im vergangenen Jahr elf Übungen und zwei Apelle abgehalten. Um auch die Pflichtfeuerwehren unserer beiden Filialdörfer Kortelshütte und Ober-Hainbrunn zu betreuen, fanden im vergangenen Jahr in beiden Dörfern je zwei Übungen statt.

Eine Abordnung besuchte den Kreisfeuerwehrtag in Reichelsheim, sowie die Tagung in Höchst i. Odw.. Kamerad Fink wohnte auch der Beerdigung unseres Feuerwehrkameraden Ober-Brandmeister Prenz aus Michelstadt bei.

Wegen Einberufung zum Arbeitsdienst mussten die Kameraden Karl Weinthäter und Peter Fink in der Zeit vom 1. Oktober 1935 bis April dieses Jahres den Feuerwehrdienst unterbrechen.

Unser liebwerter Kamerad Adam Siefert ist durch Verheiratung nach Ober-Hainbrunn aus unserer Wehr ausgeschieden. Für seine große Diensteifrigkeit sei hier vielen Dank gesagt, und allen Kameraden müssen wir zurufen: Haltet fest an der guten Sache und beherzigt den Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“.

 

Der Brandmeister                                          Der Schriftführer

W. Rebscher                                                 A. Ludebühl“

 

 

 

Zwischen der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1824 und der Gründung der FF Rothenberg im Jahre 1934 fehlen leider sämtliche Aufzeichnungen. Es ist nur bekannt, dass es bis zur Gründung eine Pflichtfeuerwehr in Rothenberg gab, deren Kommandant Wilhelm Rebscher war.

 

Auf Drängen des damaligen Kreisfeuerwehrführers Müller wurde diese in eine Freiwillige Feuerwehr umgewandelt. Sofort meldeten sich ca. 60 junge Männer freiwillig nach dem Leitwort der Feuerwehren „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr; Einer für Alle, Alle für Einen“.

 

Details zur Gründungsversammlung können dem vorstehenden Protokoll der Gründungsversammlung vom 27. November 1934 entnommen werden.

 

Durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde bei der Jahreshauptversammlung am 22. August 1936 die in ganz Deutschland einheitliche Mustersatzung Freiwillige Feuerwehren übernommen.

 

Im gleichen Jahr wurde die Freiwillige Feuerwehr Rothenberg zu ihrem ersten Einsatz gerufen. Es galt einen Brand im Sägewerk Ihrig in Ober-Hainbrunn zu löschen.

 

In den Anfangsjahren waren die Ausrüstungsgegenstände noch nicht so zahlreich vorhanden. Zur Verbesserung des Brandschutzes wurde 1936 vereinbart, im Oberdorf ein Standrohr mit Schlüssel, ein Strahlrohr und 30m Schlauchmaterial unter der Treppe von Adam Fink zu lagern.

 

Bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 1937 wurde beschlossen, von allen Mitgliedern einen Jahresbeitrag in Höhe von 20 Pfennigen zu erheben. Dadurch sollte die finanzielle Situation der Wehr verbessert werden.

 

In den Jahren 1939 – 1945 wurden alle Kameraden nach und nach zum Kriegsdienst bestellt.

Leider sahen zwölf Kameraden die Heimat nicht wieder – es waren die Kameraden:

 

Peter Siefert                                        Leonhard Heckmann

Adam Heckmann                                  Georg Bartmann

Peter Fink                                            Karl Weinthäter

Georg Volk                                          Georg Hammer

Leonhard Ihrig                                      Leonhard Schwöbel

Adam Ludebühl                                               Jakob Rebscher.

 

Aufgrund der Wirrungen im und nach dem 2. Weltkrieg fehlen leider bis in das Jahr 1952 sämtliche Aufzeichnungen über die Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Rothenberg.

Es konnte nur soviel erhalten werden, dass im Jahre 1943 die erste Motorspritze beschafft wurde. Dies stellte eine große Verbesserung des Brandschutzes in Rothenberg dar. Vorher verfügte die Rothenberger Wehr nur über eine Handpumpe auf einem Einachsfahrgestell. Details über diese Handpumpe fehlen leider komplett, so dass wir nicht genau sagen können wann diese Pumpe in Dienst gestellt worden ist

Handpumpe mit Einachsfahrgestell

 

Am 15. März 1952 wurde die erste offizielle Jahreshauptversammlung nach dem Krieg abgehalten. Dabei wurde unter anderem die vom Kreisfeuerwehrverband im Jahr 1951 verabschiedete Mustersatzung als Grundlage für das Fortbestehen der Freiwilligen Feuerwehr Rothenberg einstimmig angenommen.

In dieser Sitzung wurde auch der erste satzungsgemäße Vorstand der FF Rothenberg gewählt. Dieser Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

 

         1. Vorsitzender             Wilhelm Fink

         2. Vorsitzender             Rudi Beisel

         Schriftführer                 Werner Siefert

         Rechner                       Wilhelm Schwinn

         Beisitzer                       Willi Hofmann und Georg Setzer

 

Dieses Team meisterte den schwierigen Neuanfang nach dem Krieg und leitete die Geschicke der Wehr über die kommenden Jahre hinweg.

 

Bei der gleichen Versammlung wurde auch vereinbart eine Feuerwehrkapelle zu gründen. Allerdings muss im Nachhinein gesagt werden, dass hier der Spruch „Aller Anfang ist schwer“ in besonderem Maße gilt. Aufgrund der äußerst knappen finanziellen Mittel konnten die erforderlichen Instrumente für dieses Vorhaben nicht in ausreichender Zahl beschafft werden, so dass sich die Kapelle nach der Gründungszeit leider nicht weiterentwickeln konnte.

 

Im Jahr 1953 konnte das zwischenzeitlich neu errichtete Feuerwehrhaus in der Höhenstraße seiner Bestimmung übergeben werden. Aufgrund der Tatsache, dass es zu der damaligen Zeit noch kein fließendes Wasser gab, wurde unter das neue Gerätehaus eine ca. 90m³ Wasser fassende Zysterne eingebaut. Darauf kann heute noch zu Übungs- bzw. Einsatzzwecken zurückgegriffen werden.           

Zwischenzeitlich hatte sich die Wehr in Rothenberg aufgrund von zahlreichen Lehrgangsbesuchen auf Kreis- und Landesebene zu einer schlagkräftigen Truppe entwickelt. Diese Schlagkraft erhielt jedoch im Jahr 1953 einen gewaltigen Dämpfer, als bei einer Schauübung festgestellt wurde, dass sämtliches Schlauchmaterial unbrauchbar war. Deshalb wurden auf schnellstem Wege durch die Gemeinde 180m C- und 45m B-Schlauch-material beschafft.

 

Als weiteren Schritt zur Verbesserung des Brandschutzes in Rothenberg wurde im Jahr 1955 ein gummibereifter Wagen für die Motorspritze und das Schlauchmaterial angeschafft.

 

Natürlich kam in dieser Zeit auch das Vereinsleben und die Geselligkeit nicht zu kurz. So wurden, wenn es die landwirtschaftlichen Arbeiten zuließen, regelmäßig der Kreisfeuerwehrtag und die Feste der umliegenden Wehren besucht. Beim Kreisfeuerwehrtag 1960 in Mümling-Grumbach wurde die Rothenberger Feuerwehr sogar mit einem Pokal für Ordnung, Disziplin und einheitliche Kleidung während des Festumzuges ausgezeichnet.

 

Um die chronisch leere Vereinskasse aufzufüllen wurde im Jahr 1957 der erste Feuerwehrball im Gasthaus „Zur frischen Quelle“ mit großem Erfolg veranstaltet. In den Folgejahren wurde diese Veranstaltung ein fester Bestandteil im Rothenberger Vereinsleben.

 

1959 konnte die Freiwillige Feuerwehr Rothenberg bereits stolz auf 25 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Dieses Ereignis wurde am 07. und 08. November 1959 im kleineren Kreise mit den Nachbarfeuerwehren, dem Landrat und dem Kreisbrandinspektor gefeiert. Musikalisch umrahmt wurden die Feierlichkeiten von der Feuerwehrkapelle der Feuerwehr Beerfelden. Das größte Geschenk anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten machte sich die Rothenberger Wehr selbst, denn es wurde 100m B-Schlauchmaterial im Wert von rund 200 DM angeschafft. Die neuen Schläuche wurden noch am gleichen Wochenende bei einer großen Schauübung anlässlich des Jubiläums in Dienst gestellt.

 

Bei den Vorstandwahlen im Jahr 1960 gab der langjährige Ortsbrandmeister Wilhelm Fink aus Altersgründen sein Amt an Reinhard Setzer ab. Alle anderen Vorstandsmitglieder wurden wieder gewählt. Wilhelm Fink wurde daraufhin zum Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Rothenberg ernannt.

 

Die Jahre 1962 und 1963 waren geprägt von mehreren Einsätzen für die Freiwillige Feuerwehr Rothenberg. So ist hier unter anderem ein größerer Einsatz im Ortsteil Kortelshütte zu erwähnen. Dieser Einsatz war in Kortelshütte der Anlass dafür eine eigene Ortsteilwehr zu gründen. Deren Führung und Leitung übernahm Manfred Böhm als Ortsbrandmeister.

 

Weiterhin galt es einen Großbrand im Keller des Gasthauses „Zur frischen Quelle“ in Rothenberg zu löschen. Hier waren die Kameraden der FF Rothenberg allerdings auf die Unterstützung der Kameraden aus Beerfelden angewiesen, da die Rothenberger Wehr bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Atemmasken und Beleuchtungsgeräte in ihrer Ausrüstung hatte. Sofort nach diesem Einsatz wurde dieser Misstand, durch Anschaffung von entsprechenden Gerätschaften durch die Gemeinde, abgeschafft. In diesem Zuge wurden auch die Alarmierungsmöglichkeiten der Kameraden durch die Installation von 2 Sirenen im Ortsbereich deutlich verbessert.

 

1966 wurde ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung des Brandschutzes in Rothenberg geleistet. Im Jahr davor hatte bei einer großen Schauübung die mittlerweile doch in die Jahre gekommene Motorspritze endgültige ihren Dienst versagt. Da sich eine Reparatur nach Begutachtung durch einen Fachmann nicht mehr lohnen würde, wurde ein Antrag auf Ersatzbeschaffung an die Gemeindevertretung gestellt.

 

Der Antrag hatte folgenden Wortlaut:

 

„Sehr geehrte Herrn der Gemeindevertreter der Gemeinde Rothenberg u. Kortelshütte u. Ober-Hainbrunn

 

Betr.: „Anschaffung einer Motorspritze und Fahrzeug“

Es dürfte Ihnen allen bekannt sein, dass unsere Motorspritze (Baujahr 1942) in diesem Jahr von Kreisgerätewart H. Seitz abgesprochen wurde. Bei der Schauübung beim Feuerwehrfest in Kortelshütte ist unsere Motorspritze defekt geworden, somit ist der Brandschutz in Rothenberg nicht mehr gewährleistet. Wir sind nicht in der Lage solch eine Anschaffung aus eigenen Mitteln zu bestreiten. Im Interesse der Bevölkerung bitten wir uns bei dieser Anschaffung zu unterstützen.“

 

Aus diesem Grund wurde bei der nächsten Gemeinderatssitzung von den Gemeindevertretern beschlossen ein LF8 mit Vorbaupumpe auf einem Opel Blitz-Fahrgestell anzuschaffen. An den Gesamtkosten von 32.000 DM musste sich die Rothenberger Wehr mit 25% aus Vereinsmitteln beteiligen. Zusätzlich wurden durch Spenden in Rothenberg und Umgebung runde 6.100 DM aufgebracht, die ebenfalls der Gemeinde für die Finanzierung des Fahrzeuges zur Verfügung gestellt wurden.

 

Die offizielle Übergabe des neuen Fahrzeuges an die Kameraden wurde im August 1966 gebührend gefeiert. Im Rahmen der Feierlichkeiten fanden eine große Schauübung, bei der das Fahrzeug auch der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, ein Festzug, und ein Kinderfest statt. Es wurde sogar ein Feuerwerk abgebrannt, welches als erstes in die Geschichte der Gemeinde Rothenberg einging.

1. LF 8 der FF Rothenberg auf Opel Blitz

 

Bei der Jahreshauptversammlung am 04. März 1967 wurde von Bürgermeister Wieder bekannt gegeben, dass die Gemeinde eine Zusatzversicherung für jeden freiwilligen Feuerwehrmann abgeschlossen hat. Als Versicherungsleistung werden 5.000 DM für den Todesfall, 10.000 DM für den Invaliditätsfall und einmalig 50 DM bei einer Verletzung mit anschließender Arbeitsunfähigkeit von über 10 Tagen gewährt.

 

Aufgrund mangelnder Übungsbeteiligung gab es im Jahr 1968 Differenzen zwischen der Wehrführung bzw. dem Vorstand und einigen aktiven Mitgliedern. Deshalb ließ sich der Vorstand bei den Vorstandswahlen anläßlich der Jahreshauptversammlung im Jahr 1969 nur für die Dauer von einem Jahr wählen. Im Laufe des darauf folgenden Jahres wurden die Differenzen ausgeräumt und die Übungsbeteiligung verbesserte sich wieder enorm. Bei der nächsten Versammlung am 14. März 1970 wurde der Vorstand für den Rest der regulären Wahlperiode wiedergewählt.

Im Jahr 1972 standen wieder Vorstandswahlen an. Die Führungsmann-schaft der FF Rothenberg wurde damals komplett erneuert. Reinhard Setzer gab das Amt des Ortsbrandmeisters bzw. Wehrführers an Richard Rebscher ab, sein Stellvertreter und 2. Vorsitzender wurde Willi Brand.

 

Ebenfalls im Jahr 1972 machte man sich Gedanken wie man die Zukunft der Rothenberger Feuerwehr absichern konnte. Es folgte die logische Entscheidung eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Die offizielle Gründung fand im Beisein von Bürgermeister Wieder, Kreisbrandinspektor Groll, Kreisjugendfeuerwehrwart Breimer und 28 Rothenberger Jugendlichen statt. Diese mutige Entscheidung der damaligen Führungsmannschaft kann im Rückblick nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn nur dadurch konnte sich die Freiwillige Feuerwehr Rothenberg zu dem entwickeln was sie heute darstellt - eine junge, gut ausgebildete und schlagkräftige Truppe auf die sich die Rothenberger Bevölkerung im Ernstfall verlassen kann.

 

Bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 1973 wurde der Feuerwehrverein gegründet. Dabei wurde die neue Vereinssatzung einstimmig verabschiedet. Diese trat zum 01. April 1973 in Kraft.

 

Als erste große Neuerung führte der neue Vereinsvorstand im Jahr 1973 die Ausrichtung eines Preismaskenballes in der Sporthalle ein. Diese Veranstaltung entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer festen Größe im Rothenberg Veranstaltungskalender und kam auch der angespannten Kassensituation zugute.

 

Bei der Jahreshauptversammlung am 22. März 1974 konnten bereits die ersten Früchte der noch jungen Jugendfeuerwehr geerntet werden. An diesem Abend konnten 7 Jugendliche aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommnen werden.

 

Richard Rebscher wurde nach der Gebietsreform 1974 neben seinen Ämtern bei der Rothenberger Wehr auch noch zum ersten Ortsbrandmeister der Gemeinde Rothenberg gewählt. Somit hatte er die Führung und Koordination der Wehren aus Rothenberg, Kortelshütte, Ober-Hainbrunn und Finkenbach inne.

 

Ein Jahr später wurden auf Basis der neuen Satzung die Aufgaben der

Wehrleitung und der Vereinsführung getrennt. So wurde Willi Brand zum Wehrführer und Edgar Freidel zu seinem Stellvertreter gewählt.

 

Damit die Kameradschaft nicht zu kurz kam wurde im Jahr 1975 der erste Vereinsausflug organisiert. Er führte die Wehr für 2 Tage an den Bodensee. Dieser Ausflug gehört bis in die heutige Zeit zum festen Bestandteil im Vereinskalender und hat die Kameradinnen und Kameraden schon zu vielen schönen und interessanten Plätzen in Deutschland und im benachbarten Ausland geführt.

 

Vom 28. – 31. Mai 1976 wurde das 40-jährige Jubiläum der freiwilligen Feuerwehr Rothenberg zusammen mit dem Kreisfeuerwehrtag auf dem Festplatz rund um die Sporthalle gefeiert. An der großen Sternfahrt freitags abends nahmen ca. 500 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden aus dem gesamten Odenwaldkreis mit rund 85 Fahrzeugen teil. Am Samstag fand nach der Delegiertentagung eine Großübung aller Rothenberger Wehren zusammen mit der Wehr aus Beerfelden am Sägewerk Sillak statt. Beim abendlichen Festkommers wurden die Gründerväter der Freiwilligen Feuerwehr Rothenberg für ihren mutigen Schritt in der damals doch sehr schwierigen Zeit geehrt. Als Höhepunkt der Veranstaltung marschierte am Sonntag Mittag ein Festzug mit rund 3000 Beteiligten durch die Rothenberger Straßen. Da das Festzelt (ein Zirkuszelt, dies stellte für eine solche Veranstaltung eine Premiere dar), diese Besuchermenge nicht aufnehmen konnte wurde kurzerhand noch die Sporthalle mitbenutzt.

 

In den Abendstunden des 28. Oktober 1977 kam es zum bis dahin größten Einsatz für die Rothenberger Wehr. Im Anwesen von Erich Beisel in der Hauptstraße war ein Scheunenbrand ausgebrochen. Da die Bebauung in diesem Ortsbereich sehr eng ist, war größte Gefahr geboten. Nur durch den massiven Einsatz aller Gemeindefeuerwehren und der Wehr aus Beerfelden konnte verhindert werden, dass das angrenzende Wohnhaus und die Nachbargebäude ebenfalls ein Raub der Flammen wurden.

 

Aufgrund von diversen Unstimmigkeiten zwischen den Gemeindewehren gab Richard Rebscher im Frühjahr des Jahres 1979 das Amt des Ortsbrandmeisters ab. Hermann Krieger aus Kortelshütte übernahm diese Position, blieb allerdings nur für runde 4 Wochen im Amt. Danach übernahm sein Stellvertreter Artur Ludewig aus Finkenbach die Führung der Gemeindewehren, die er bis 1987 innehatte.

 

In den folgenden beiden Jahren wurde kräftig in die Verbesserung des Brandschutzes in Rothenberg investiert. So wurden nach erfolgreicher Absolvierung von Sprechfunklehrgängen durch einige Kameraden die ersten Handsprechfunkgeräte angeschafft. Durch die Gemeinde wurden alle Kameraden mit den orangefarbenen Schutzanzügen ausgestattet.

 

Am 27. März 1980 hatte die Freiwillige Feuerwehr Rothenberg die traurige Pflicht ihren aktiven Feuerwehrkameraden Gerhard Sauer im Alter von 21 Jahren auf seinem letzten Weg zu begleiten. Er verlor durch einen tragischen Verkehrsunfall sein noch junges Leben.

 

Aus einer Bierlaune heraus veranstalteten einige jüngere Kameraden am 17. Juni 1980 kurzerhand ein Grillfest am „alten Schuttplatz“. Da an diesem Tag das Wetter sehr schön war wurden viele Besucher angezogen. Dies tat natürlich der chronisch leeren Vereinskasse gut. Bis heute lebt diese Veranstaltung als „Tag der offenen Tür“ sehr erfolgreich weiter.

 

Im Laufe der Jahre stieg die Menge an Ausrüstungsgegenständen kontinuierlich an. Langsam wurde der Platz im alten Spritzenhaus in der Höhenstraße immer knapper. Aus diesem Grund wurde zusammen mit den Gemeindegremien vereinbart neben der Sporthalle ein funktionales Gebäude mit drei Fahrzeugboxen, modernen sanitären Anlagen und einem geräumigen Mannschaftsraum zu errichten. Baubeginn war im Frühjahr des Jahres 1981. Bereits am 6. März 1982 konnte die Jahreshauptversammlung im Mannschaftsraum des neuen Feuerwehrgerätehauses abgehalten werden.

Vom 22. – 23. August wurde im Rahmen einer Feierstunde und im Beisein von zahlreichen Ehrengästen aus Politik und Feuerwehrwesen das neue Gerätehaus seiner Bestimmung übergeben. Hierbei übergab Architekt Schuppel aus Kortelshütte symbolisch den Schlüssel an Wehrführer Willi Brand. Die Baukosten beliefen sich auf beachtliche 400.000 DM, woran sich die Rothenberger Feuerwehr mit ca. 15%, also runden 60.000 DM, durch Eigenleistung beteiligte.

Neues Feuerwehrgerätehaus in der Landwehrstraße

 

Im gleichen Jahr wurde beschlossen ein Mannschaftstransportfahrzeug zu beschaffen. Dies war notwendig geworden, da die Anzahl der Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr und auch die Anzahl der zu besuchenden Veranstaltungen stetig stieg. Für runde 2.000 DM aus der Vereinskasse wurde ein gebrauchtes Fahrzeug (Ford Transit) gefunden, welches im Frühjahr 1982 in Dienst gestellt worden ist.

MTF auf Ford Transit

 

1984 konnte bereits das 50-jährige Bestehen der FF Rothenberg gefeiert werden. In diesem Jubiläumsjahr bestand die Rothenberger Wehr aus 42 aktiven Mitgliedern, 150 passiven Mitgliedern und 20 Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr, davon immerhin bereits 4 Mädchen. Vom 22. - 24. Juni wurde das Jubiläum im Beisein von zahlreichen befreundeten Feuerwehren und Gästen aus Nah und Fern gebührend gefeiert.

 

Am 29. Juli 1985 verstarb unser Ehrenmitglied und Ehrenortsbrandmeister Wilhelm Fink. Wilhelm Fink setzte sich jahrzehntelang für die Belange der Freiwilligen Feuerwehr Rothenberg ein und gestaltete den schwierigen Neuaufbau nach dem 2. Weltkrieg maßgeblich mit. Selbstverständlich begleitete ihn die komplette Wehr auf seinem letzten Weg.

 

Das Jahr 1986 geht in die Geschichte als das Jahr der Fahrzeugerneuerungen bei der FF Rothenberg ein. Bereits Anfang des Jahres konnte ein neues ELW 1 auf Basis eines VW LT28 in Empfang genommen werden. Im Oktober holte eine Delegation der Feuerwehr Rothenberg das neue LF 8 (Iveco Magirus Allrad-Fahrgestell mit Iveco Magirus Aufbau) in Ulm ab. Durch die Zusatzbeladung zur technischen Hilfeleistung und Atemschutzgeräten wuchs mit dieser Anschaffung auch der Aufgabenbereich für die Freiwillige Feuerwehr Rothenberg stark an. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, besuchten in diesem und in den Folgejahren zahlreiche Kameradinnen und Kameraden die entsprechenden Weiterbildungslehrgänge auf Kreis- und Landesebene.

 

Am 04. und 05. April 1987 wurden beide Fahrzeuge offiziell in Dienst gestellt. Dies wurde mit einem „Tag der offenen Tür“ am Feuerwehrgerätehaus gebührend gefeiert.

ELW 1 auf VW LT28
ELW 1 auf VW LT28

LF 8 (Allrad) mit Beladung für Technische Hilfeleistung

 

 

Bei der Jahreshauptversammlung am 04. März 1988 legten sowohl der 1. Vorsitzende Richard Rebscher als auch der Wehrführer Willi Brand nach jahrelanger Vorstandsarbeit ihre Ämter nieder. Richard Rebscher wurde daraufhin zum Ehrenvorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr Rothenberg ernannt. Beide waren maßgeblich an der Weiterentwicklung der FF Rothenberg und der Schaffung neuer Werte beteiligt. Für ihre geleistete Arbeit wurde ihnen Dank und Anerkennung gezollt. Zum Dank wurde ihnen 1989 der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen.

Jürgen Bartmann wurde bei dieser Versammlung zum neuen 1. Vorsitzenden und Edgar Freidel zum neuen Wehrführer gewählt. 2. Vorsitzender wurde Edgar Ludebühl und stellv. Wehrführer Werner Olbert. Ebenfalls bei dieser Jahreshauptversammlung wurde mit Bettina Jungblut die erste Frau in die Einsatzabteilung der FF Rothenberg übernommen.

 

In der Geschichte der FF Rothenberg stellt der 10. November 1990 ein weiteres wichtiges Datum dar, denn an diesem Tag wurde mit einem gebrauchten Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 der Marke Magirus Deutz das erste wasserführende Fahrzeug der Gemeinde in Dienst gestellt. Für runde 5.000 DM wurde das Fahrzeug vom Katastrophenschutz erworben, wobei die Finanzierung komplett aus Vereinsmitteln erfolgte.

Durch dieses Fahrzeug wurde der Brandschutz in der Gemeinde Rothenberg einen wichtigen Schritt nach vorne gebracht.

 TLF 16/25 auf Magirus Deutz - 1. Tanklöschfahrzeug in der Gemeinde Rothenberg

 

Bei der Jugendfeuerwehr Rothenberg gab es in diesem Jahr auch einiges zu feiern, denn sowohl die Mädchen- als auch die Jungenmannschaft konnten beim Kreisentscheid den ersten Platz erringen und durften dadurch erstmals den Odenwaldkreis beim Landesentscheid in Korbach vertreten.

 

Am frühen Morgen des 22. September 1991 wurde die Rothenberger Wehr per Sirene zu einem Großeinsatz alarmiert. Durch Blitzschlag stand binnen Sekunden die Scheune von Kamerad Ludwig Siefert im Finkenbacher Weg in hellen Flammen. Aufgrund der starken Hitzeentwicklung griff das Feuer schnell auf die benachbarten Stallungen und die Scheune von Kamerad Wilhelm Heckmann über. Beide Gebäude brannten bis auf die Grundmauern nieder. Nur durch den massiven Einsatz der Feuerwehren aus der Gemeinde Rothenberg und der Wehren aus Beerfelden, Hirschhorn, Erbach und Höchst, die mit Tanklöschfahrzeugen und einer Drehleiter unterstützten, konnten die angrenzenden Wohn-gebäude gerettet werden.

Zeitungsbericht (OHZ) zum Scheunenbrand Siefert/Heckmann

 


Bei den Leistungsvergleichsübungen auf Kreisebene in Breuberg/Neustadt nahm die Feuerwehr Rothenberg in diesem Jahr zum ersten Mal mit zwei Mannschaften teil. Die erste Mannschaft stand nach dem theoretischen und praktischen Teil mit zwei weiteren Mannschaften punktgleich auf dem ersten Platz, so musste ein Zusatzfragebogen über den Tagessieg entscheiden. Da dies für die Kameraden der Rothenberger Wehr völlig unerwartet und überraschend kam, wurde leider nur der dritte Platz erreicht. Diese Platzierung stellte aber trotzdem den bis dahin größten Erfolg einer Rothenberger Mannschaft bei den Leistungsübungen dar, an denen sich die FF Rothenberg seit 1969 regelmäßig beteiligt.

 

Im Jahr 1991 war die Feuerwehr Rothenberg auch zum ersten Mal Ausrichter des Kreisjugendfeuerwehrtages. Bei dieser Großveranstaltung galt es über drei Tage ca. 800 Jugendliche und ihre Betreuer aus dem gesamten Odenwaldkreis zu versorgen und ein entsprechendes Rahmenprogramm zu bieten. Das Gelände rund um die Sporthalle glich während der Veranstaltung einer riesigen Zeltstadt.

 

1993 wurden die ersten 10 Funkmeldeempfänger für die stille Alarmierung angeschafft. Damit wurde ein neues Kapitel in der Alarmierung der Rothenberger Wehr aufgeschlagen, denn durch diese Geräte können die Kameraden ohne das Aufheulen der Sirenen zum Einsatz gerufen werden. Die Feuerwehr Rothenberg beteiligte sich an den Kosten mit 2500 DM. Auch in den Folgejahren wurden stattliche Geldbeträge vom Vereinsvermögen in den Ausbau dieser Alarmierungsmethode investiert.

 

An Weihnachten 1993 musste die Freiwillige Feuerwehr Rothenberg die Hirschhorner Kameraden bei der Beseitigung der Schäden des „Jahrhunderthochwassers“ helfen. Hierbei wurden die Hirschhorner Bürger beim Leerpumpen und Aufräumen ihrer Keller und Häuser unterstützt, um ihnen so ein halbwegs besinnliches Weihnachtsfest zu ermöglichen.

 

Im September des Jahres 1994 konnte die Freiwillige Feuerwehr Rothenberg bereits ihren 60. Geburtstag feiern. Dieses Jubiläum wurde vom 10. – 11. September mit einem Kommersabend, bei dem verdiente Kameraden und die noch lebenden Gründungsmitglieder geehrt wurden, offiziell begangen. Bei Tanzmusik und lustigen Spielen während einem Vereinsabend und einer großen feuerwehrtechnischen Ausstellung rund um die Sporthalle wurde der Geburtstag gebührend gefeiert. Während der Festtage konnten zahlreiche befreundete Feuerwehren und natürlich die Bevölkerung aus der Gemeinde in Rothenberg begrüßt werden.

Ehrung der Gründungsmitglieder beim 60-jährigen Jubiläum (OHZ)
Ehrung der Gründungsmitglieder beim 60-jährigen Jubiläum (OHZ)
Zeitungsbericht (OHZ)  zum 60-jährigen Jubiläum
Zeitungsbericht (OHZ) zum 60-jährigen Jubiläum
Fahrzeugbestand im 60. Jubiläumsjahr 1994
Fahrzeugbestand im 60. Jubiläumsjahr 1994

1995 war das bis dahin einsatzreichste Jahr in der Geschichte der FF Rothenberg. So mussten die Kameraden in diesem Jahr alleine 15 mal zur Beseitigung von Unwetterschäden ausrücken.

Ebenfalls in diesem Jahr musste ein Schwelbrand in der Kegelbahn des Gasthauses „Zum Hirsch“ gelöscht werden. Durch das umsichtige Vorgehen bei diesem Einsatz konnten größere Schäden an dem Anwesen verhindert werden, so dass der Gaststättenbetrieb mehr oder weniger normal weiterlaufen konnte.

 

Aufgrund der steigenden Anzahl der Gerätschaften und der wachsenden Zahl der Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr wurde der Platz im Feuerwehrgerätehaus doch sehr eng. Nach langem Kampf mit den Behörden konnte am 09. Oktober endlich der erste Spatenstich für einen Erweiterungsbau durchgeführt werden. Bereits 4 Wochen später wurde das Richtfest gefeiert. Der Anbau wurde von den Kameraden der Feuerwehr Rothenberg komplett in Eigenleistung erstellt. Die Gemeinde hatte letztlich nur die Materialkosten zu tragen. In dem Anbau wurden ein Jugendraum, eine Atemschutzwerkstatt und sanitäre Anlagen untergebracht.

 

Das finanzielle Standbein der FF Rothenberg, der traditionelle Preismaskenball in der Fastnachtszeit, kam in den letzten Jahren immer mehr ins Straucheln, so dass sich der Vorstand entschloss einen neuen Weg zu gehen. Anstelle des Preismaskenballes wurde in der Faschingszeit 1996 erstmals eine Musikveranstaltung mit der sehr bekannten Rock- und Popband „MELIBOKUS“ durchgeführt. Das eingegangene Risiko hat sich im Nachhinein vollkommen gelohnt, denn die sehr zahlreichen Besucher aus Nah und Fern waren ein eindeutiger Beleg dafür. Diese Veranstaltung lebt in der gleichen Form mit anderen Musikkapellen bis heute weiter.

Vom 21. – 22. Juni 1997 konnte die Jugendfeuerwehr Rothenberg ihren 25. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass wurde ein großer Kommersabend in der Sporthalle, mit der Ehrung der Gründungsmitglieder und ein großer Spielenachmittag für die Jugendfeuerwehren aus dem gesamten Odenwaldkreis, veranstaltet. Leider spielte an diesem Wochenende das Wetter nicht so mit, wie man sich das vorgestellt hatte. Trotz allem war es eine rundum gelungene Veranstaltung.

 

Bei den Vorstandswahlen anlässlich der Jahreshauptversammlung am 16.01.1998 standen die Zeichen auf Verjüngung der Führungsmannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Rothenberg. So wurde Jochen Blutbacher zum neuen 1. Vorsitzenden und Klaus Bartmann zum neuen 2. Vorsitzenden gewählt. Achim Bartmann wurde Wehrführer und Werner Olbert sein Stellvertreter. Allen aus dem Vorstand ausgeschiedenen Kameraden wurde für ihren jahrelangen Einsatz für die Rothenberger Feuerwehr mit viel Lob, Anerkennung und einem kleinen Präsent gedankt.

 

In diesem Jahr stand auch die Wahl eines neuen Ortsbrandmeisters an, da Ludwig Edelmann aus Altersgründen zurücktrat. Leider konnte bei der ersten Versammlung kein Kandidat für dieses Amt gefunden werden, so dass eine außerordentliche zweite Jahreshauptversammlung der Gemeindefeuerwehren einberufen werden musste. Bei dieser Versammlung wurde schließlich Achim Bartmann zum neuen Ortsbrandmeister und Edgar Freidel zu seinem Stellvertreter gewählt.

 

Im Jahr 1999 feierte Rothenberg das 650-jährige Bestehen des Ortes. An diesen Feierlichkeiten beteiligte sich die Freiwillige Feuerwehr natürlich auch. Während der Festtage wurden immer wieder Übungen in historischen Feuerwehruniformen und mit unserer alten Handpumpe vorgeführt. Mit dieser Handpumpe und dem dazugehörigen eisenbeschlagenen Wagen beteiligte sich die Rothenberger Wehr auch am großen Festumzug der Sonntags durch die Ortsstraßen zog.

 

Auch wurde in diesem Jahr, nun bereits zum dritten Mal, der Kreisjugend-feuerwehrtag in Rothenberg durchgeführt. Nahezu 750 Jugendliche mit ihren Betreuern aus dem gesamten Odenwaldkreis konnten wieder ein sehr abwechslungsreiches Wochenende rund um die Rothenberger Sporthalle verbringen.

Aufgrund von Warnmeldungen bezüglich einem drohenden Zusammenbruch der Infrastruktur zum Jahrtausendwechsel wurden auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Rothenberg Ende Dezember 1999 entsprechende Vorkehrungen für den Ernstfall getroffen. Zum Glück für alle verlief die „Nacht der Nächte“ jedoch ruhig und das angekündigte Chaos blieb aus.

 

Das alte LF8, zwischenzeitlich liebevoll „Emma“ genannt, war mittlerweile doch in die Jahre gekommen. Auch die Ersatzteilbeschaffung gestaltete sich immer schwieriger. Aus diesen Gründen entschloss sich der Vorstand im Frühjahr des Jahres 2000 dieses Fahrzeug abzugeben und als Ersatz dafür aus Vereinsmitteln ein geeignetes gebrauchtes Fahrzeug zu beschaffen. Kurze Zeit später wurde man schon fündig und es wurde für 2.500 DM ein gebrauchtes TSF auf VW-LT31-Fahrgestell von der FF Lampertheim erworben. Das alte LF8 auf Opel Blitz-Fahrgestell aus dem Jahr 1965 wurde anschließend während dem Guru-Guru-Festival in Finkenbach an einen Liebhaber verkauft, der es wenige Tage später in Rothenberg abholte.

TSF auf VW LT31
TSF auf VW LT31

Am 22. September 1999 wurden die Kameraden der FF Rothenberg zu einem ungewöhnlichen Einsatz gerufen – auf der Heumatte waren ca. 100 Kühe und Rinder ausgebrochen. Die Kameraden unterstützten den Besitzer beim Einfangen der Tiere.

 

Im Jahr 2001 wurde durch den techn. Prüfdienst der Feuerwehr das Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 aufgrund von techn. Mängeln abgeschrieben. Allen Verantwortlichen in der Feuerwehr und den Gemeindegremien war klar, dass aufgrund der topografischen Lage der Gemeinde Rothenberg und dem Gefährdungspotenzial in der Gemeinde ein größeres wasserführendes Fahrzeug unbedingt erforderlich ist. Deshalb wurde ein kleines Team gebildet, dass eine Ausschreibung für ein neues TLF 16/25 nach der gültigen Norm ausarbeitete und von den verschiedenen Herstellern Angebote einholte. Nach dem Vergleich der Angebote mit Abwägung der Vor- und Nachteile und verschiedener Fahrzeugvorführungen mit Probefahrten entschied sich die Freiwillige Feuerwehr Rothenberg für ein TLF16/25 mit Staffelbesatzung der Fa. Magirus.

Bereits beim Tag der offenen Tür am 22. Juni 2002 konnte im Beisein zahlreicher Gäste das neue Fahrzeug offiziell in Dienst gestellt werden. Die Rothenberger Bevölkerung hatte bei dieser Veranstaltung auch die Gelegenheit sich das neue Fahrzeug genauer anzuschauen. Wichtig zu erwähnen ist noch die Tatsache, dass sich die Freiwillige Feuerwehr Rothenberg mit 50.000 DM aus der Vereinskasse an den doch beträchtlichen Anschaffungskosten beteiligte.

Neues TLF16/25 mit Staffelbesatzung auf IVECO Magirus
Neues TLF16/25 mit Staffelbesatzung auf IVECO Magirus

Zum Endes des Jahres 2001 schneite es so heftig, dass die Rothenberger Wehr in den Abendstunden des 29. Dezember alarmiert wurde, da im Ortsgebiet viele Bäume der enormen Schneelast nicht mehr standhalten konnten und die Schneeräumungsarbeiten der Gemeinde dadurch behindert wurden. Aufgrund der mittlerweile traditionellen Winterwanderung zum Jahresabschluß gestaltete sich zu Beginn des Einsatzes die Personalsituation als etwas schwierig, da die meisten Kameraden noch mitten im tief verschneiten Wald unterwegs waren.

 

Bei den Vorstandswahlen am 17. Januar 2003 wurde folgendermaßen gewählt:

1. Vorsitzender:             Jochen Blutbacher

2. Vorsitzender:             Torsten Hofmann

Wehrführer:                   Achim Bartmann

stellv. Wehrführer:         Werner Olbert

Schriftführer:                 Heiko Postawa

Kassenwart:                  Stefan Brand

Beisitzer:                       Klaus Bartmann, Frank Nowitzki, Ralf Sturm

Jugendfeuerwehrwart:    Thomas Fink

 

Allen ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern wurde für ihr Engagement  zum Wohle der FF Rothenberg mit einem Präsent gedankt.

 

Bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der vier Rothenberger Feuerwehren im Jahr 2003 stand wieder die Wahl eines neuen Gemeindebrandinspektors an. Da bei der ersten Versammlung der vorgeschlagene Kandidat nicht die erforderliche Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen konnte, musste erneut eine außerordentliche zweite Jahreshauptversammlung abgehalten werden. Da sich kein Kandidat zur Wahl stellte wurde an dieser Versammlung Achim Bartmann vom Gemeindevorstand zum Gemeindebrandinspektor und Matthias Heiss als sein Stellvertreter eingesetzt.

 

In der Nacht zu Fronleichnam im Jahr 2003 bekam das Feuerwehrgerätehaus in der Landwehrstraße Besuch von ungebetenen Zeitgenossen. Durch das gewaltsame Eindringen in die verschiedenen Räumlichkeiten entstand ein enormer Sachschaden. Weiterhin wurden auch einige wenige Ausrüstungsgegenstände aus den Fahrzeugen entwendet.

 

Zu einem nicht alltäglichen Einsatz wurden die Kameraden der FF Rothenberg in den Abendstunden des 24. Mai 2003 gerufen. Auf der Heumatte war ein Motorsegler abgestürzt. Bei diesem Einsatz galt es die Einsatzstelle abzusichern und den Rettungshubschrauber einzuweisen, der den schwer verletzten Piloten in ein Krankenhaus bringen sollte. Am nächsten Morgen wurde bekannt, dass der Pilot seine schweren Verletzungen leider nicht überlebt hat.

 

Im Jahr 2004 beging die FF Rothenberg ihr 70-jähriges Jubiläum. Am Vorabend des mittlerweile schon traditionellen „Tages der offenen Tür“, der am 20. Juni stattfand, wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde Geburtstag gefeiert. Im Beisein von zahlreichen Ehrengästen aus der Ortspolitik und dem Feuerwehrwesen wurde während dem offiziellen Teil die Chronik verlesen und verschiedene Feuerwehrkameraden für ihren langjährigen Dienst geehrt. In fast „familiärer“ Runde wurde bis in die frühen Morgenstunden über die alten Zeiten geplaudert.

 

Anfang des Jahres 2004 wurde die automatische Brandmeldeanlage im Altenwohnheim Cordula in Kortelshütte „scharf“ geschaltet. Dies hatte zur Folge, dass die Kameraden der FF Rothenberg bereits kurz danach zu mehreren Fehlalarmen ausrücken mussten. Diese Fehlalarmierungen wurden zwischenzeitlich zu einem „ständigen Begleiter“ für unsere Wehr. Die Kameraden mussten in den ersten Jahren doch durchschnittlich 5 - 7 mal zu Einsätzen dieser Art ausrücken. Mittlerweile wurde die Anlage auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Dadurch verringerte sich die Anzahl der Alarmierungen drastisch.

 

Am 08. September 2004 erhielten wir die traurige Nachricht vom Tod unseres aktiven Kameraden Peter Fink, der bei einem Wanderurlaub mit Freunden in Österreich tödlich verunglückte. Am 10. September begleiteten wir ihn auf seinem letzten Weg. Wir werden ihm aufgrund seiner Hilfsbereitschaft und seines offenen Wesens ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Im Jahr 2005 mussten sich die Kameraden der Gemeindewehren zum wiederholten Male zu 2 Jahreshauptversammlungen treffen, um einen neuen Gemeindebrandinspektor festzulegen. Da sich bei beiden Versammlungen wiederum kein Kandidat zur Wahl stellte, wurde schließlich Christian Kehrer aus Finkenbach vom Gemeindevorstand zum neuen Gemeindebrandinspektor bestimmt. Zum stellvertretenden GBI wurde Matthias Heiß, ebenfalls aus Finkenbach, ernannt.

 

Da das ELW mittlerweile in die Jahre gekommen war, entschloss man sich im Vorstand Ende 2004 über ein neues Fahrzeug nachzudenken. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten für ein neues Fahrzeug kam für die Rothenberger Wehr allerdings nur ein gebrauchtes Fahrzeug in Frage. Schließlich wurde man nach relativ kurzer Suche fündig und konnte im Januar 2005 einen Opel Movano Jahreswagen mit nur sehr wenigen gefahrenen Kilometern in einem Autohaus in Riedlingen abholen. Die Beschaffungskosten in Höhe von 21.250 Euro wurden komplett aus der Vereinskasse getragen. Doch damit war es nicht getan – nun musste das Fahrzeug noch als Einsatzleitwagen hergerichtet werden.

 

Da auch die eingeholten Kostenvoranschläge für den Innenausbau zum ELW bei weitem den noch vorhandenen Kostenrahmen gesprengt hätten, entschloss sich der Vorstand den Innenausbau in Eigenleistung durchzuführen. In unzähligen Stunden wurde der Boden mit einem rutschsicheren Belag belegt, sämtliche Kabel für die elektrische und funktechnische Ausstattung eingezogen, die Karosserie innen verkleidet, Schränke eingebaut, und vieles mehr. In Summe beliefen sich die Kosten für den Innenausbau nochmals auf runde 10.000 Euro, die ebenfalls zum größten Teil vom Rothenberger Feuerwehrverein geschultert wurden. Der finanzielle Aufwand hat sich jedoch durchaus gelohnt, denn aus dem eher unscheinbaren „roten Bus“ wurde ein wahres Schmuckstück, welches den heutigen feuerwehrtechnischen Anforderungen in vollem Umfang entspricht.

 

Um die mittlerweile sehr stark geschröpfte Kasse wieder etwas aufzubessern wurde am 12.11.2005 eine zusätzliche Musikveranstaltung, in der Art der Faschingsfete, in der Sporthalle Rothenberg durchgeführt. Obwohl der Zuspruch zu dieser Veranstaltung nicht außergewöhnlich groß war, tat das an diesem Abend erwirtschaftete Geld der Kasse sehr gut.

Neues ELW 1 auf Opel Movano
Neues ELW 1 auf Opel Movano

In den Vorstandssitzungen Ende 2006 und Anfang 2007 reifte der Gedanke, dass sich die Freiwillige Feuerwehr Rothenberg anlässlich ihres 75-jährigen Jubiläums im Jahr 2009 zum zweiten Mal um die Ausrichtung des Kreisfeuerwehrtages bewerben könnte. Nach vielen Diskussionen über das Pro und Contra wurde schließlich die Entscheidung gefällt das Risiko einzugehen. Der Vorstand wollte dieses Risiko allerdings nicht alleine tragen, deshalb wurde am 31. Juli 2006 eine außerordentliche Mitglieder-versammlung im Feuerwehrgerätehaus abgehalten. Hierbei wurden den Mitgliedern die Pläne des Vorstandes erläutert. Bei der anschließenden Aussprache kam heraus, dass die Vereinsmitglieder das Risiko mittragen würden und empfahlen dem Vorstand die notwendigen Schritte in die Wege zu leiten.

 

Mitten in den Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür im Jahr 2006 wurde die FF Rothenberg zu einem Waldbrand nach Hirschhorn gerufen. Bereits kurz nach der Ankunft in Hirschhorn stellte sich heraus, dass dies ein größerer Einsatz werden würde. Alle Feuerwehren aus den umliegenden Städten und Gemeinden waren bereits vor Ort. Auf steilem Gelände galt es einen großen Flächenbrand unter Atemschutz abzulöschen.

 

Bei der Delegiertentagung des Kreisfeuerwehrverbandes am 19. April 2007 erfolgte schließlich der Zuschlag für den Kreisfeuerwehrtag im Jahr 2009. Seitdem laufen die Planungen für dieses Großereignis auf Hochtouren.

 

Das Jahr 2007 stand allerdings im Zeichen einer weiteren Großveranstaltung. Nach 1991, 1994, 1999 und 2000 waren die Jugendfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Rothenberg nun schon zum 5. Male Ausrichter des Kreisjugendfeuerwehrtages. Nach wochenlangen Vorbereitungen wurde dieses Großereignis vom 13. bis 15. Juli rund um die Sporthalle durchgeführt. Zusätzlich zu den rund 800 Jugendlichen und Betreuern aus dem Kreisgebiet, waren in diesem Jahr noch ca. 60 Jugendliche mit ihren Betreuern aus der schottischen Partnerregion des Odenwaldkreises (Central Region) zu Gast. Bei strahlendem Sonnenschein konnten alle Beteiligten wieder interessante und abwechslungsreiche Tage in Rothenberg verleben.

 

Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 2008 standen wieder Vorstandswahlen an, bei denen folgendermaßen gewählt wurde:

1. Vorsitzender:             Jochen Blutbacher

2. Vorsitzender:             Torsten Hofmann

Wehrführer:                   Achim Bartmann

stellv. Wehrführer:         Marco Johe

Schriftführer:                 Heiko Postawa

Kassenwart:                  Stefan Brand

Beisitzer:                       Klaus Bartmann, Ralf Braner, Ralf Sturm

Jugendfeuerwehrwart:    Benjamin Götz

 

Dem Vorstand gehören zur Vorbereitung des Kreisfeuerwehrtages weiterhin die seitherigen Vorstandmitglieder Werner Olbert und Frank Nowitzki sowie Tiimm Bartmann an.

 

Am Samstag, dem 16. Juni 2008 wurden die Kameraden der FF Rothenberg zu einer groß angelegten Waldbrandübung im Rothenberger Gemeindeforst (Richtung Gammelsbach) alarmiert. Aufgrund der Erfahrungen des großen Waldbrandes von 2006 in Hirschhorn sollte das Zusammenspiel und die Koordination der umliegenden Wehren geprobt werden. An dieser Übung nahmen neben den 4 Gemeindefeuerwehren auch die Wehren aus Beerfelden, Falken-Gesäß, Gammelsbach, Erbach, Michelstadt, Hirschhorn, Neckarsteinach, Wald-Michelbach, Eberbach und der US-Army aus Heidelberg teil. Letztgenannte Wehren unterstützten die fiktiven Löscharbeiten mit ihren Tanklöschfahrzeugen, die im Pendelverkehr das Löschwasser aus dem Leitungsnetz in Rothenberg an die Einsatzstelle brachten. Zur weiteren Unterstützung wurde ein Polizeihubschrauber der Hessischen Polizei mit einem Löschwasserbehälter eingesetzt. Dieser holte unter anderem Löschwasser aus dem Neckar. Bei der anschließenden Manöverkritik wurden sowohl die positiven als auch die negativen Erkenntnisse dieser Übung besprochen.

Zeitungsbericht Odenwälder Echo zur Waldbrandübung
Zeitungsbericht Odenwälder Echo zur Waldbrandübung

Im Sommer 2008 kam der lang ersehnte Bescheid zum weiteren Ausbau des Feuerwehrgerätehauses. Schon vor geraumer Zeit bemängelte der technische Prüfdienst, dass die Unterbringung der 4 Einsatzfahrzeuge in den vorhandenen 3 Boxen nicht zulässig sei. Deshalb wurde über die Gemeinde der Anbau einer 4. Fahrzeugbox beantragt. Am 1. September 2008 wurde mit den Arbeiten begonnen. Bereits 8 Wochen später war das Dach errichtet und man konnte nun im Trockenen an den Innenausbau gehen. Der Anbau wurde zum größten Teil in Eigenleistung von den Feuerwehrkameraden errichtet, nur vereinzelte Gewerke wurden oder werden an Firmen vergeben. So konnte für die Gemeinde zum wiederholten Male viel Geld gespart werden.

 

 

 

 

Nach langer und schwerer Krankheit verstarb am 31. Oktober 2008 unser aktiver Kamerad Wilfried Schäffler. Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rothenberg begleiteten ihn auf seinem letzen Weg.

 

Im Jubiläumsjahr 2009 kann die Freiwillige Feuerwehr auf bewegende Zeiten mit vielen Höhen, aber auch einigen Tiefen und traurigen Momenten zurückblicken. Trotz aller Rückschläge entwickelte sich die Freiwillige Feuerwehr Rothenberg im Lauf der Jahre, durch die ständige Bereitschaft der Kameraden zur Aus- und Weiterbildung, zu einer äußerst schlagkräftigen Truppe. Auf diese kann sich die Rothenberger Bevölkerung im Ernstfall 100%-ig verlassen.

 

Die zahlreichen Investitionen und Neuanschaffungen von Fahrzeugen und Ausrüstungsgegenständen aus Vereinsmitteln zeugen von einem intakten Vereinsleben. Alle durch Veranstaltungen erwirtschafteten Gelder fließen in die Ausrüstung der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, um den Mitmenschen zu helfen. Hierfür sei an dieser Stelle allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus Rothenberg DANKE für die Unterstützung gesagt.

 

Durch diesen finanziellen Einsatz des Feuerwehrvereins wird auch der Gemeindehaushalt enorm entlastet, was wiederum der Allgemeinheit zugute kommt.

 

Der Gemeinde Rothenberg, als Träger der öffentlichen Feuerwehren, sei hier aber auch ausdrücklich DANKE gesagt. In den verschiedenen Gemeindegremien haben die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr in den vergangenen 75 Jahren immer wieder ein offenes Ohr für die Anliegen der Feuerwehr gefunden.


Zum Abschluss der Vereinschronik noch ein klein wenig Statistik. Im Jubiläumsjahr besteht die Freiwillige Feuerwehr Rothenberg aus

 

         54 aktiven Mitgliedern, davon 7 Frauen

         19 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, davon 12 Mädchen

         10 Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung

         und 225 passiven Mitgliedern.

 

Die Altersverteilung der Einsatzabteilung sieht folgendermaßen aus:  

 

26 Kameraden von 17 – 30 Jahren

         13 Kameraden von 31 – 40 Jahren

         10 Kameraden von 41 – 50 Jahren

         5 Kameraden von 51 – 60 Jahren

 

Hiermit ergibt sich ein Altersdurchschnitt im Jubiläumsjahr von 34 Jahren, was als sehr positiv zu bewerten ist.

 

Diese junge Mannschaft ist somit auch in Zukunft ein Garant für die Sicherung des Brandschutzes in Rothenberg, auf die sich die Bevölkerung gemäß dem Leitspruch der Feuerwehren

 

„ Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“

 

jederzeit verlassen kann.